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Weg mit grünen Bäumen umrandet - Baumallee im Stadtpark Güstrow

Ethik und Leitbild

Menschlich, würdevoll und wohlwollend

In den Einrichtungen unseres Katholischen Hospitalverbundes Hellweg gehen wir würdevoll mit allen uns anvertrauten Menschen - Patienten, Bewohnern, Gästen, Angehörigen und Mitarbeitenden - um. Aus unserer christlichen Haltung heraus hat die umfassende Betreuung von Schwerstkranken, Sterbenden und deren Angehörigen eine besondere Bedeutung für uns. Wir achten auf einen respektvollen und kollegialen Umgang miteinander und begegnen uns wohlwollend. Wir respektieren die Individualität jedes Einzelnen unabhängig von Herkunft, sozialem Status sowie der Religion und üben Toleranz.

In unserem Leitbild haben wir unser Selbstverständnis festgehalten.

Wir unterstützen die Initiative

Der Katholische Hospitalverbund Hellweg begrüßt und unterstützt die Initiative #OutInChurch. Für uns hat LGBTIQ+ ebenso wie das Leben in einer Partnerschaft oder Ehe mit einem Partner oder einer Partnerin des gleichen Geschlechts keinen Einfluss auf Beschäftigung oder Akzeptanz in unserem Unternehmen. Vielfalt ist ein wesentliches Merkmal unseres Verbundes. Wir sind überzeugt, dass diese Diversität sich konkret positiv auswirkt auf unsere Aufgabe, den Dienst am Nächsten in unseren Einrichtungen zu tun.

Ethik im Krankenhaus

„Jedes Krankenhaus oder Pflegeheim kann sichtbares Zeichen und Ort zur Förderung der Kultur, der Begegnung und des Friedens sein, wo die Erfahrung von Krankheit und Leid wie auch die professionelle und caritative Hilfe dazu beitragen, jede Ausgrenzung und jede Spaltung zu überwinden.“ Papst Franziskus

Der medizinische Fortschritt bringt den Patienten immer neue Heilungschancen, Schmerzlinderung, sanftere Operationsverfahren und verträglichere Medikamente. Selbstverständlich fördern wir als christliches Krankenhaus den medizinischen Fortschritt und die gute Ausbildung in Medizin und Pflege. Aber wir verschließen auch nicht die Augen vor der moralischen Einsicht, dass dem Handeln in Medizin und Pflege Grenzen gesetzt sein können. Nicht nur am Beginn und am Ende des Lebens entstehen ethische Fragen, die teilweise komplexe Entscheidungen erfordern. Aus diesem Grund hat die ethische Arbeit in den Einrichtungen unseres Hospitalverbundes einen besonderen Stellenwert.

Patientenvorsorge

Der erklärte Wille eines Menschen, der als Patient in ein Krankenhaus oder als Bewohner in eine Pflegeeinrichtung kommt, ist immer die Grundlage für ärztliches und pflegerisches Handeln. Dieser Wille ist gesetzlich im Jahr 2009 im „Patientenverfügungsgesetz“ (siehe Anhang) bekräftigt worden. Durch das dort aufgeführte Instrumentarium (Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht / Betreuungsverfügung) kann die Situation bei Einwilligungsunfähigkeit oder am Ende des Lebens individuell vom Patienten bzw. Bewohner gestaltet werden. Die Broschüre und weitere Informationen erhalten Sie bei unserem Ethikberater Daniel Robbert. Sie erreichen ihn unter d.robbert@hospitalverbund.de

Das Ethikkomitee

Schon seit 2004 organisiert sich die ethische Arbeit im Katholischen Hospitalverbund Hellweg in berufsübergreifenden Gremien. Die Ethikkomitees unserer Einrichtungen sind jeweils interdisziplinär besetzt und treffen sich in regelmäßigen Abständen um die ethischen Fragen und Herausforderungen des Berufsalltages zu besprechen. In einem Ethikkomitee werden auch ethische Fallbesprechungen koordiniert und gemeinsam in einer Nachbereitung reflektiert. Zudem besuchen die Mitglieder der Ethikkomitees regelmäßig die einzelnen Stationen und Bereiche des Krankenhauses oder der Pflegeeinrichtung.

Das Ethik-Forum

Im Ethik-Forum sind Ärztinnen und Ärzte, Pflegende, Seelsorgerinnen und Seelsorger, Mitarbeitende aus der Verwaltung und weitere Berufsgruppe aus allen Einrichtungen des Hospitalverbundes vertreten. Das Ethik-Forum sorgt für die Vernetzung der einzelnen Ethikkomitees im Hospitalverbund untereinander. Indem wir voneinander hören und lernen wird hier die Stärke unseres Verbundes besonders sichtbar, Im Ethik-Forum steht eine ethische Fragestellung im Vordergrund, die dann mit den unterschiedlichen Gesichtspunkten diskutiert wird. Nach der ethischen Diskussion gibt es immer auch ein Austausch über die Arbeit der Ethikkomitees in den einzelnen Einrichtungen.

Die ethische Fallbesprechung

Unterschiedliche Überzeugungen und Wertevorstellungen von einem „guten Leben" innerhalb des therapeutischen Teams oder eines Patienten/ Bewohners können die Entscheidungsfindung am Krankenbett erschweren.

Ein Austausch und mögliche Konsensfindung über ethische Fragen sind in unseren Einrichtungen wesentlicher Bestandteil unseres Selbstverständnisses als christliches Krankenhaus. Eine ethische Fallbesprechung (strukturiertes Gespräch im multiprofessionellen Team) hat eine beratende, empfehlende und klärende Funktion. Sie ersetzt jedoch nicht die medizinische Verantwortung der behandelnden Ärzte.

Jede Berufsgruppe im Krankenhaus oder in der Pflegeeinrichtung (z.B. aus Medizin und Pflege) kann eine ethische Fallbesprechung beantragen, aber auch jeder Patient, Angehörige oder Betreuer.

Ethik-Support

Auf Anfrage stehen die Ethikberatung und die Mitglieder der Ethikkomitees der Einrichtungen im Hospitalverbund auch für Teamberatungen (z.B. Station/Wohnbereich/ Berufsgruppe) zur Verfügung. So kann zum Beispiel im Rahmen eines Teamgesprächs über eine häufig vorkommende ethische Fragestellung aus dem Arbeitsalltag gesprochen werden.

Ebenfalls können die Mitarbeitenden bei Unsicherheiten auf einen Patienten/Bewohner hin um eine Einzelberatung anfragen

Koordination der ethischen Arbeit im Hospitalverbund

Berater für Ethik im Gesundheitswesen

Dipl.-Theol. Daniel Robbert

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